Um nicht nur mehr Details zu bekommen sondern auch um realistischer zu wirken, wollte ich die zerbrochenen Gewölbe als einzelne Steinbruchstücke auf dem Boden platzieren. So, soll eine undurchsschaubare Vielteiligkeit am Boden immer wieder neue Details offenbaren und den Betrachter lange fesseln.
Als es dann um die Frage ging wie man so etwas platziert, fiehl schnell die Wahl auf Reactor. Eigentlich sind diese Reactorsimulationen einer der Gründe warum ich das ganze Projekt überhaupt mache. Man kann ja ne Menge im Kleinen probieren, aber wann die Grenzen seines Rechners erreicht erfährt man nur in solch massiven Szenen.

Angefangen hab ich mit dem erstellen von ein paar Steinen in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Absplitterungen, mit den entsprecheneden UV-Maps und Materialien konnte es dann losgehen. Um einen besseren Eindruck vom physikalischen Verhalten von Steinen zu bekommen hab ich sogar mal ein paar echte Steine der Größenordnung fallen gelassen und versucht mir deren Sprungkraft und Verspringen einzuprägen.
Reactor Steine
Um meinem Rechner die Arbeit etwas zu erleichtern hab ich erstmal die Szene so einfach wie möglich nachgebaut und die so entstandenen Objekte als Kolisionsobjekte genutzt. Damit nicht zu viele Steine aus meinem Setting springen hab ich zur besseren Kontrolle noch ein paar zusätzliche Wände eingebaut. Dann hab ich erstmal ein paar einpache Tests mit nur einem Stein gemacht, wobei ich versuchte Werte zu finden die meinen Versuchen möglichst nahe kommen. Nachdem ich meinen 15 Steinen dann alle Werte zugewiesen hatte gings ans instanzieren und platzieren. Ich hab in ingesamt 5 Reactor-Passes gearbeitet, wobei ich immer versuchte die Steine möglichst dort zu Platzieren wo sie wirklich mal waren. Man unterschätzt die Masse der benötigten Steine ziehmlich schnell, aber da bei mir alles ordentlich nummeriert ist kann ich euch sagen das in den Video oben 1500 Steine ihren Weg zum Boden suchen.
Im insgesamten ging die ganze Sache schön locker, auch wenn mein Rechner als er 800 Objekte gleichzeitig verrechnen musste schon etwas in die Knie ging. Auf jeden Fall ist das Ergebnis so wie ichs mir vorgestellt hatte, und wenn ichs per Hand platziert hätte wäre es niemals so geworden.